Tendinitis Calcarea / Die Kalkschulter

28.04.2020

Die Kalkschulter ist eine Erkrankung des mittleren Alters, bei der Kalkablagerungen in der Rotatorenmanschette (Sehnenkappe) der Schulter auftreten.

Symptome

Sind sie zwischen 30 und 50 Jahren alt und leiden sie seit längerem unter leichteren Beschwerden unterschiedlicher Intensität? Oder hatten sie neulich eine plötzliche Schmerzattacke ohne ersichtlichen Grund mit zum Teil stärksten Schmerzen über einige Tage bis wenige Wochen? Empfinden sie die Schmerzen im Bereich der Schulter mit Ausstrahlung in den Oberarm? Dann haben sie die typischen Symptome die auf eine Kalkschulter hinweisen können.

Untersuchung

Nach dem Erfragen ihrer Krankengeschichte erfolgt die körperliche Untersuchung. Hier werden das Bewegungsausmass und die Kraft ihrer Schulter untersucht, sowie gezielte Tests durchgeführt. Die Bestätigung der Erkrankung erfolgt dann durch eine gewöhnliche Röntgenuntersuchung.

Behandlung

Bei der Kalkschulter kann sowohl eine konservative als auch eine operative Behandlung sinnvoll sein, je nach Grösse und Lokalisation des Kalkherdes.

Zur konservativen Behandlung zählt die subacromiale Infiltration (Spritze unter das Schulterdach), welche die Schmerzen zumindest temporär gut lindern kann. Unterstützend kann eine Physiotherapie helfen.

Gezielter ist das sogenannte Needling des Kalkherdes, bei dem unter sonographischer Kontrolle der Kalk angestochen wird, mit dem Ziel, dass sich das Kalkdepot eröffnet und dann vom Körper abgebaut werden kann.

Die sicherste Variante zur Kalkentfernung ist der operative Eingriff. Diese Operation führen wir in Schlüssellochtechnik (arthroskopisch) durch. Dabei wird der Kalkherd unter Sicht eröffnet und das Kalkmaterial mit einem Löffel (Kürette) aus der Sehne ausgeschält. Das Material kann dann mit einem speziellen Instrument (Shaver) abgesaugt werden.

Aufenthalt im Spital

Der arthroskopische Eingriff wird stationär durchgeführt. Üblicherweise werden sie am Operationstag selbst ins Spital eintreten. Der Austritt erfolgt dann am Morgen nach der zweiten Nacht, sofern es ihre Schmerzen zulassen.

Nachbehandlung

Nach Austritt aus dem Spital sollten sie eine ambulante Physiotherapie (2x/Woche) zur Mobilisierung der Schulter und später zum Kraftaufbau durchführen. Die Verordnung dazu werden sie mit ihren Austrittsunterlagen erhalten. Häufig kann die Behandlung bereits nach 3-4 Monaten abgeschlossen werden.

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